Zum Autokauf nach England
Aufgrund des historisch niedrigen Pfundkurses fliegen mehr und mehr Kontinentaleuropäer nach Großbritannien, um zum Beispiel in London auf Einkaufstour zu gehen.
Doch man muss es ja nicht dabei belassen, im Königreich lediglich Kleidung oder Elektronik zu erstehen, dachte sich wohl ein gewiefter Würzburger als er seine Vermittlung englischer Oberklassewagen ins Leben rief. Und der Erfolg gibt ihm Recht, denn mittlerweile kann sich der Würzburger vor Anfragen kaum noch retten. Die günstigen Preise englischer Sportwagen und Luxuslimousinen sind jedoch nicht ausschließlich auf den niedrigen Pfundkurs zurückzuführen, sondern ebenso auf die von der britischen Regierung erhobenen Steuer für Fahrzeuge mit großem Motor. Diese hat sich nämlich inzwischen verdoppelt.
Niedriger Pfundkurs einerseits und hohe Steuern andererseits machen somit den Kauf englischer Klassiker zu einem für Kontinentaleuropäer lohnenden Geschäft mit Wertsteigerungspotenzial. Der von 1996 bis 2005 gebaute Jaguar XK8, welcher an den legendären E-Type erinnert, kann in Großbritannien derzeit schon für sage und schreibe 7000 Euro erstanden werden.
Generell sind die Preise von Jaguar-und Aston-Martin-Modellen für Käufer vom europäischen Festland um ein gutes Drittel gefallen. Bei jüngeren Modellen ist das Preisgefälle mitunter sogar noch weit extremer.
Damit Interessenten englischer Luxusmarken nicht die Katze im Sack kaufen müssen, organisiert der Würzburger Händler an jedem Wochenende Flüge ins Königreich, um potentiellen Kunden die Möglichkeit zu bieten, das jeweilige Objekt der Begierde selbst in Augenschein zu nehmen und sich bei einer Probefahrt vom, hoffentlich einwandfreien, Zustands des Wagens zu überzeugen.
Die Kosten für den Flug, die Fährpassage, den Treibstoff und die Versicherung liegen dabei meist noch unter 1000 Euro.
Wer ein Faible für englische Autos und noch ein paar Euro auf der hohen Kante hat, sollte also womöglich ernsthaft darüber nachdenken, im Königreich auf Schnäppchenjagd zu gehen.